Gruseliger Tuschewald

Hallo Freunde,

derzeit habe ich nicht die Möglichkeit ein YouTube Tutorial zu drehen. Und so habe ich mich für eine kleine Tusche-Fotostrecke entschieden.

In meinem Skizzenbuch teste ich derzeit monochrome Landschaften. Ihr werdet sicher meine australischen Felsen gestern gesehen haben. Heute möchte ich einen düsteren Wald umsetzen. Neben der Tusche verwende ich eine Zeichenfeder und einen Wassertankpinsel.

Ich beginne mit einer sehr groben Bleistiftskizze. Diese dient mehr der Orientierung als das ich sie im Endresultat tatsächlich zu 100% nutze.

Mit Tusche setze ich mir gern zuerst einen Rahmen. In diesem Fall habe ich diesen mit einer Tuschefeder gezogen.

Die Tusche die ich verwende ist Zeichentusche von Rohrer und Klingner im Farbton sepia. Ich habe die Tusche stark mit Wasser verdünnt und arbeite Schichtweise von hell auf dunkel sowie von hinten nach vorn.

Nachdem ich die erste zarte Hintergrundfarbe gesetzt habe, setze ich mit einem etwas dunklerem Ton den Vordergrund. Den Weg den ich mir eigentlich skizziert hatte, hab ich hier schon wieder völlig vergessen.

Der Vorteil des schichtweisen Arbeitens und des Startens mit hellen Schichten ist, das ein vergessener Weg so ohne Probleme nachgeholt werden kann. Ich habe die ersten Bäume sowie das erste Laub im Hintergrund eingezeichnet. Dabei male ich keine einzelnen Blätter sondern eher nur grobe Strukturen und Muster.

Nun benutze ich etwas weniger Wasser und mehr Tusche um die dunklen Bäume in den Vordergrund zu setzen und so dem Bild Tiefe zu verleihen.

Als ich dieses Foto gemacht habe, stellte ich fest, dass das Tuschezeichnen mich wieder in seinen Bann gezogen hat und ich mindestens ein Zwischenfoto vergessen hab zu schießen. Ich habe mehr Bäume in den Mittelgrund gezeichnet und diese sowie die vorderen Bäume um einiges verdunkelt. Wie man sieht kann man den Weg jetzt gut erkennen. Der Fehler vom Anfang war nicht groß. Der Weg ist mir hier sogar noch etwas zu hell.

Tusche Wald
Tusche Wald

Das ist das Endresultat. Es sind noch dunklere und nähere Bäume hinzugekommen. Und am Ende des Weges fand ich es witzig ein paar Figuren anzudeuten. Wer das wohl sein mag. Alles in Allem mag ich die Zeichnung sehr und werde davon noch einmal ein ausgearbeiteteres Exemplar auf Aquarellpapier oder in mein Leuchtturm Skizzenbuch übertragen.

Tschüß bis zum nächsten Mal.

Schwarze Flächen

Schwarze Tuscheflächen mit weniger Streifen einfärben ist eine Kunst für sich finde ich. Wenn ich es direkt aus der Flasche mit dem Pinsel mache habe ich immer ewig viele Streifen. Mehr durch Zufall habe ich jetzt entdeckt dass es mit einem zweckentfremdeten Wassertank Pinsel (in meinem Fall von Pentel) viel bequemer und vor allem streifenfreier geht.

Tuschezeichnung Schädel
Tuschezeichnung Schädel

Rechts im Bild seht ihr meinen Wassertank Pinsel. Und die Fläche rund um den Schädel habe ich mit selbigen eingefärbt.

Da ich Angst vorm Auslaufen habe, schließlich ist die Tusche wasserfest, ist er immer in einem kleinen Plastiktütchen. Aber bis jetzt ist da nichts ausgelaufen, auch nicht auf Reisen. Ich habe irgendwo gelesen dass billige Kopien von diesen Pentel Stiften eben doch auslaufen. Solang da nur Wasser drin ist mag das gehen, aber bei Tusche hört der Spaß auf.

Das Einfüllen der Tusche in den Tank ist mit einer Pipette sehr bequem und sauber.

Ich hoffe euch hat dieser kleine Tipp geholfen.

Bis zum nächsten Mal.

Neues Skizzenbuch

Hallo zusammen,

es ist wieder einmal Zeit für einen Blogeintrag. Falls ihr es noch nicht mitbekommen habt, ich habe endlich mein Skizzenbuch voll. Hier im Video könnt ihr sehen wie ich es für euch durchblättere.

Eins ist voll und zwei Neue habe ich angefangen. Das erste ist der direkte Nachfolger von meinem Alten. Es ist ebenfalls ein Canson Hardcover Buch in schwarz. Für alle die es näher interessiert: Canson ONE In dieses werde ich versuchen täglich meine Skizzen einzuzeichnen. Wenn dieses voll ist, wird es keinen Nachfolger von Canson geben. Ich werde danach 100% zu dem Leuchtturm1917 Skizzenbuch wechseln. Das ist nämlich mein zweites Skizzenbuch. Die Papierqualität ist um ein vielfaches besser. Klar es ist teuer, aber wenn sich die Seiten nicht wellen wenn ich Tusche mit dem Pinsel benutze finde ich das es sein Geld wert ist. Leuchtturm

Meine erste Skizze im Leuchtturm Skizzenbuch wird kommenden Samstag den 22.7.2017 ab 18 Uhr per Video auf meinem YouTube Channel zu sehen sein. Zunächst als Zeitrafferversion. Die Echtzeitversion des Videos folgt zur gleichen Zeit einen Tag später. Ich hoffe ihr schaut mal vorbei.

Aber heute soll es nicht nur bla bla geben sondern auch ein paar neue Bilder.

Tuschezeichnung Falke
Tuschezeichnung Falke

Den Falken habe ich zunächst mit einem PITT artist pen Größe XS kurz skizziert und etwas schraffiert um danach mit hellen kalten und warmen Grautönen die Schatten und Konturen besser auszuarbeiten.

Tuschezeichnung Glocke
Tuschezeichnung Glocke

Von dieser Glocke bin ich eher nicht überzeugt. Die Kette finde ich ganz gut gelungen und war auch einfach umzusetzen. (Kurvige Linien und die Schatten jeweils oben und unten in den Kurven einzeichnen und fertig) Aber den Hintergrund hätte ich vielleicht besser farbiger gestalten sollen. Die Vorgehensweise war auch hier die Gleiche. Grobe Skizze mit dem dünnsten PITT Tuschestift und dann mit warmen und kalten Grautönen drüber gehen. Die quadratische Form des Hintergrundes habe ich einfach geschaffen indem ich mir mit einem Malertape das abgeklebt habe. Mit sauberen Rändern sieht auch ein missglücktes Bild immer etwas schöner aus.

Tuschezeichnung Apfelblüte
Tuschezeichnung Apfelblüte

Zu guter Letzt eine Apfelblüte. Ich habe wieder mit dem PITT Tuschestift Größe XS die Konturen grob skizziert. Danach habe ich die farbigen Akzente mit den Farbtuschestiften gesetzt und den Hingergrund mit zwei dunklen warmen Grautönen gestaltet. Die weißen Linien habe ich mit weißer Acrylfarbe nachträglich aufgezeichnet.

Ja man kann sehen das ich in diesem Skizzenbuch schon eine Seite herausgerissen habe. Das musste sein, nicht weil das Bild so schlecht war, ich habe Polychromos mit Babyöl verblenden wollen. Auf einer mit Gesso grundierten Fläche. Dabei hat sich das Öl aber so verselbständigt, das  es an nicht grundierten Stellen das Papier durchweicht hat. Um die anderen Seiten vor dem Ölschaden (und damit frühzeitigem Vergilben und zersetzen) zu bewahren musste ich es heraustrennen. Die Flecken auf der schon bemalten ersten Seite habe ich mit einem Malertape abgeklebt und hoffe das ich damit den Schaden im Rahmen halten kann.

Ich hoffe euch hat der Einblick in mein Skizzenbuch gefallen. Tschüß bis zum nächsten Mal.

Tuschespaß

Hallo zusammen,

heute gibt es wieder Auszüge aus meinem Skizzenbuch. Das füllt sich immer mehr. Es sind jetzt sogar nur noch 1,5 Seiten frei. Fast 2 Jahre habe ich gebraucht um es zu füllen. Mein ursprünglicher Plan war jeden Tag etwas zu skizzieren um es in höchstens einem Jahr zu füllen. Beim nächsten Skizzenbuch sollte ich diesen Plan besser verfolgen 😂

Fangen wir an mir zwei Live Skizzen. Zum einen ist es eine Brücke über einen See im hiesigen Park und zum anderen eine Pflanzenstudie von einer Soldatenknopfpflanze. Letztere erinnert mich sobald ich sie sehe stark an meine Kindheit. Sie ist auch unter dem Begriff große Kette bekannt.

Tuschezeichnung Brücke
Tuschezeichnung Brücke
Tuschezeichnung Klette
Tuschezeichnung Klette

Beide Bilder habe ich vor Ort nur mit dem XS PITT artist pen gezeichnet. Die mäßige Kolorierung und Schattierungen habe ich aus dem Gedächtnis nachträglich eingefügt.

Als nächstes folgen drei Bilder die ich gestern gezeichnet habe während ich auf eine Möbellieferung gewartet habe.

Tuschezeichnung Fuchs
Tuschezeichnung Fuchs

Der Fuchs ist nicht ganz so gelungen wie ich es wollte. Am Ende musste ich mit einem weißen Edding Akzente setzen. Aber aus Fehlern lernt man. Es folgt ein kleiner Geselle in schwarz weiß.

Tuschezeichnung Pinguin
Tuschezeichnung Pinguin

Genauso wie beim Fuchs habe ich mit einem Bleistift zunächst grob die Linien festgelegt und bin danach mit dem XS PITT drüber gegangen. Die Schattierungen des Gefieders habe ich mit verschiedenen Grautönen umgesetzt. Nur schwarz würde das Ganze zu flach machen. Im Gefieder reflektiert sich Licht, vor allem wenn es nass ist. Das selbe gilt für das weiß. Hier habe ich mit einem hellen Grau und Blau Schatten gesetzt um den Körper besser zu modellieren. Nach diesem nicht fliegendem Vogel folgt nun einer der auch fliegen kann.

Tuschezeichnung Vogel
Tuschezeichnung Vogel

Die Vorgehensweise für diesen Vogel ist analog zum Pinguin. Am gelungensten finde ich seinen Brustbereich. Da man PITT Tuschestifte nicht wirklich verlaufen lassen kann habe ich den Verlauf mittels Schraffuren hinbekommen. In diesem Fall waren das kurze Striche und Tupfen.

Für die drei Tiere habe ich Bilder von Pixabay benutzt.

Ich hoffe der heutige Ausflug in mein Skizzenbuch hat euch gefallen. Tschüss bis zum nächsten Mal.

Annett

Alles was rumsteht

Gestern Abend wollte ich meinen Männern auf dem Sofa Gesellschaft leisten aber trotzdem etwas kreatives machen. Mein Handy war leer und konnte nicht als Bildquelle dienen, so hab ich mich im Zimmer umgesehen und mir fielen der Tiptoi Globus und unser Mietklavier ins Auge.

Tuschezeichnung Globus Klavier
Tuschezeichnung Globus Klavier

Als Grundlage diente eine kurze Bleistift Skizze mit einem H3 Bleistift da einen Kreis halbwegs hin zu bekommen im ersten Ablauf schwierig ist. Auch die Perspektive mit den Tasten wollte ich nicht direkt mit Tusche umsetzen.

Der nächste Schritt ist dann das Nachzeichnen mit dem 0.1er Tuschestift gewesen. Verschiedene Töne habe ich dann auch schon mit diesem Stift und Schraffuren ausgearbeitet. Das Tüpfelchen auf dem i war dann der Einsatz von 2 Kaltgrau Tönen meiner PITT artist pens von Faber-Castell. Und fertig ist es. Ich kann euch nur empfehlen selbst einmal Dinge die gerade rumstehen zu zeichnen, es trainiert das Auge gut.

Pilze und ne Schnecke

Tut ihr euch auch immer so schwer mit Überschriften? Am liebsten würde ich alles durchnummerieren, aber dann weiß man ja gar nicht mehr um was es in dem Beitrag geht.

Bei meinem Ausflug nach Sachsen sind diese zwei Pilze entstanden. Ich wollte eigentlich eine ganze Seite damit machen, aber ich habe den Faden verloren.

So kann mir heute die glorreiche Idee das die restlichen Pilze einfach von dieser Schnecke aufgefressen worden sind.

Beide Skizzen habe ich mit den PITT artist pens von Faber-Castell gezeichnet. Bei der Schnecke habe ich zunächst mit Kreuzschraffur gearbeitet bin jedoch mehr zur Schreibschraffur über gegangen da dies besser zur Schnecke passte.

Eine kleine Vorankündigung, morgen geht ein neues Video von mir online. In diesem zeige ich wie ich einen Leuchtturm auf einen Stein male. Morgen zunächst eine Zeitraffer Version und am Samstag folgt die Echtzeit Version mit Kommentaren. Ich bin auf eure Meinungen gespannt.

 

PITT artist pens Tuschestifte

Sie sind endlich da, meine Atelierbox voll mit 60 PITT artist pens von Faber-Castell. Es sind bis auf 4 metallische Farben alle die es zu haben gibt. Die Stifte sind mit einer Pinselspitze ausgestattet und mit wasserfester lichtbeständiger Künstlertusche gefüllt. Ich habe ja schon immer mit diesen Stiften skizziert wie ihr wisst, nur hatte ich einige wenige Farben die mich schnell an die Grenzen stoßen ließ.

Nun habe ich die breite Auswahl. Und ich habe bereits gestern im ICE bei 300 km/h den ersten Test mit ihnen gemacht. Mein Lieblingsmotiv der Marienkäfer musste dafür herhalten.

Einen sanften Übergang wie bei Copics oder Polychomos oder Albrecht Dürer Stiften bekommt man freilich nicht hin. Sobald die Tusche trocken ist ist sie wasserfest. Ich mache meine Übergänge mit Schraffuren und Texturen. Dabei zeichne ich immer kleine Kringel und Kreuze lasse sie lichter werden um dann mit einer anderen Farbe darüber zu malen bzw. Anzuknüpfen. Das kann man bei diesem Marienkäfer sehr gut sehen.

Mein zweiter Test mit der neuen Box sind zwei Skizzen für einen Kundenauftrag. Die Anforderung war die Farbe Taupe. Da diese nicht direkt im Set vorhanden war habe ich sie mir erarbeitet indem ich mehrere Farben übereinander gemalt habe.

Wie ihr oben sehen könnt habe ich auf den Farbflächen mehrere Farben übereinander getestet. Die gewünschte Farbe entstand durch einen hellen Hautton und verschiedenen warmen Grautönen.

Zwischendurch habe ich festgestellt dass man das Papier trocknen lassen sollte sonst bekommt man zu dunkle Flecken oder das Papier weicht zu sehr auf. Es malt sich einfach auf trockenen Papier angenehmer. Auf die andere Seite des Papiers ist jedoch nichts durchgedrungen.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Eindruck von diesen Stiften schaffen. Wenn ihr noch Fragen habt, dann immer raus damit.

Adlerkopf

An so einem schönen Sonntag schiebe ich die Büroarbeit gern vor mir her und liege mit Sherlock Holmes in den Ohren auf der Gartenmöbel und schwinge etwas meine PITT Artist pens von Faber-Castell.

Dieses Mal musste ein Weißkopfseeadler herhalten. Wegen beschränkter Farbauswahl ist die Schnabel und Augenfarbe nicht ganz korrekt, aber ich habe mein Bestes gegeben.

Weißkopfseeadler

Löwenstatue

So kurz vor meinen Aufnahmen zu einem neuen YouTube Tutorial dachte ich mir, muss ich noch einen Blogpost machen. Und wenn es nur eine Tuscheskizze ist. Ich habe für diese Löwenstatue Gebrauch von meinen PITT artist Pens von Faber-Castell gemacht. Ich habe die kalten Grautöne verwendet. Als Vorzeichnung habe ich einen XS PITT artist Pen in schwarz genommen. Das Bild selber habe ich zufällig aus Pixabay ausgewählt.

Tuschezeichnung Löwe
Tuschezeichnung Löwe

Anfänglich habe ich nur den Löwen auf dem Sockel gezeichnet. Danach habe ich eine der Säulen hinzugefügt. Dabei habe ich festgestellt, dass durch den dunklen Kontrast die Statue erst so richtig zur Geltung kommt. Also habe ich kurz entschlossen den restlichen Hintergrund auch noch eingefärbt. Was denkt ihr?

Nun werde ich mich aber weiter über mein Video hermachen, so das ich es pünktlich zum Wochenende veröffentlichen kann wenn nichts dazwischen kommt.

Radtour

Gestern haben wir mit der Familie eine 20 km Radtour gemacht. Das Wetter war einfach traumhaft. So konnte ich nicht widerstehen bei zwei Pausen das Skizzenbuch zu zücken. Zu sehen sind oben die Mühle auf dem Egelsberg und unten ein Blick auf den Elfrather See.

Liveskizze Segler Muehle
Liveskizze Segler Muehle

Bei den Seglern war es schwierig. So wie sie auf dem Bild abgebildet sind waren sie​ nie zu sehen. Ich habe sie nacheinander gezeichnet als sie ins Blickfeld kamen. Das führte zu einem kleinen Fehler. Der linke Segler ist viel zu klein für den Vordergrund. Er müsste viel weiter nach hinten. Naja was sollen, man ist nicht perfekt.