Über mich

Annamoon

Seit ich mich erinnern kann bestimmen Zeichnen und Malen mein Leben. Schon im Kindergarten habe ich viel gemalt. Meine Eltern haben immer noch die dicke Mappe mit meinen Kindergartenbildern.

Später in der Schule ist es etwas abgeebbt. So Sachen wie Seife schnitzen und Linoleumdrucke liegen mir so gar nicht.

Um die 1993 hatte ich erneut eine intensivere Malphase. Bilder aus dieser Zeit hängen immer noch eingerahmt in meinem ehemaligen Kinderzimmer. Damals habe ich meine ersten Aquarellfarben bekommen. Meine Aquarelle damals waren auch mehr Gouachebilder als aquarellig. Die zwei Rotmarderhaarpinsel und den Rindshaarpinsel von damals habe ich heute noch. Sie haben zwar keine Spitzen mehr aber sind wunderbar weich um Lasuren und Washes zu machen.

Dann kam das Ende meiner Gymnasialzeit. Ich wollte Kunst studieren jedoch war mir das versagt. Ich nahm das Angebot eines Nachbarn an und lernte in seinem Unternehmen Bürokauffrau. Nach der dreijährigen Ausbildung die mir mehr als langweilig und stupide erschien entschied ich mich zu einem Studium. Ich wurde nach drei weiteren Jahren Dipl. Wirtschaftsinformatikerin. Ja so manch einer mag denken das ist sowas von weit entfernt zur Kunst. Ja ist es in einer Hinsicht auch. Aber andererseits kann man knobeln und muss sich manchmal kreative Lösungen einfallen lassen.

Seit Abschluss des Studiums bin ich als Softwarentwickler hauptberuflich tätig. Dieser Beruf zahlt auch heute noch gut meine Brötchen. Meine Passion zum Malen hatte ich wieder aus den Augen verloren.

2006 befand ich mich in einer neuen privaten Krise durch Sucht nach einem Onlinerollenspiel. Ich habe das dann selber mitbekommen und von einen auf den anderen Tag aufgehört. Nun stand ich unter einem gewissen Entzug und wusste nicht was anfangen mit dieser inneren Unruhe. Ich kaufte mir 3 40×40 Leinwände im Baumarkt und Abtönfarbe für die Wand. Wieso ich damals nicht zumindest Lukas Acrylfarben geholt habe weiß ich nicht. Die drei Bilder die ich damals gemalt habe hängen noch heute in unserem Wohnzimmer an der Wand und sind mir ein Mahnmal.

Nun ging es familiär wieder schnell aufwärts. Ich lernte meinen jetzigen Mann kennen den ich nach einem Jahr heiratete. Unser Kind kam 2009 zur Welt.

Mein Malen blieb wieder auf der Strecke. Wenige glücklose Versuche mit Grafiktablets scheiterten. Damals kannte ich Wacom noch nicht. Während den ersten drei Babyjahren hatte ich keine Zeit zum Malen. Und auch kein Platz. Ab dem Kindergartenalter 2012 änderte sich das schlagartig. Plötzlich hatte ich vormittags Zeit. Arbeiten gehe ich seit dem auf Teilzeit. Mein Mann schenkte mir einen Acrylmalkurs in Köln. Das daraus entstandene Bild hängt heute noch in unserem Flur. Klar mittlerweile könnte ich es besser malen aber es ist eine wichtige Erinnerung. Ab diesem Kurs wendete ich mich wieder intensiver dem Malen zu und kaufte mir gute Acryl- und Aquarellfarben.

2013 war ein schlimmes Jahr für mich. Mein Opa starb und ich drohte in einem Loch zu versinken. Ich bekam viele Probleme die daraus resultierten.

Auf Anraten meiner super Ärztin suchte ich mir eine Gruppe mit der ich regelmäßig zusammen malen kann. Seit dem gehe ich an 20 Dienstagen im Jahr in einen VHS Kurs. Es tat und tut mir gut und ich arbeitete mich mit einigen Rückschlägen aus diesem Loch heraus und kann mich mittlerweile als geheilt betrachten.

Mein Malen nahm immer mehr Platz im Wohnzimmer und meinem Geldbeutel ein. Ich erkämpfte mir den halben Dachboden wo ich jetzt mein eigenes Atelier habe und fing an meine Bilder zu verkaufen.

Nun bin ich da wo ich bin. Mein Hobby finanziert sich selbst und belastet nicht länger die Familienkasse. Ich bin ausgeglichen und kann in Zeiten der seelischen Not flugs zum Pinsel greifen und sie wegpinseln.

Malen ist mein Leben und ich möchte es nie mehr missen. Wie es damit weiter geht könnt ihr in meinem Blog verfolgen. Ich experimentiere gern mit verschiedenen Materialien mache How To Videos und bin in den Social Medias unterwegs. Vielleicht sieht man sich da mal.

Ciao.